Delegation aus Polen entdeckt Meißen und seine Schulen
Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter polnischer Landkreise und Kommunen haben in dieser Woche den Landkreis Meißen besucht, um sich über kommunale Themen auszutauschen. Im Landratsamt empfing Landrat Ralf Hänsel die Delegation und stellte Struktur sowie Aufgaben des Landkreises vor, teilte die Kreisverwaltung mit.
Im Mittelpunkt des Treffens stand auf Wunsch der Gäste das Thema Bildung. Nach einer Einführung in die Schullandschaft des Landkreises Meißen besuchte die Delegation gemeinsam mit dem Leiter des Kreisschul- und Kulturamtes, Stefan Noack genannt Gräfe, das Berufliche Schulzentrum Meißen. Schulleiterin Kerstin Rahn führte die Gruppe durch verschiedene Fachbereiche. Dabei erhielten die Gäste Einblicke in die Kfz-Werkstatt und beobachteten angehende Porzellanmalerinnen bei ihrer Arbeit.
Das Treffen entwickelte sich nach der Präsentation rasch zu einem intensiven Austausch mit zahlreichen Fragen. Landrat Hänsel zeigte sich insbesondere über das Wiedersehen mit Lech Janicki, dem Vize-Landrat des polnischen Partnerlandkreises Ostrzeszów, erfreut. Der Austausch sei kurz, aber sehr intensiv gewesen und habe interessante Einblicke ermöglicht.
Neben dem fachlichen Programm nutzten die Gäste ihren Aufenthalt auch, um die Region kennenzulernen. Auf dem Besuchsprogramm standen unter anderem Schloss Moritzburg, die Porzellan-Manufaktur sowie ein Rundgang durch die Meißner Altstadt. Anschließend setzte die Delegation ihre Reise im Landkreis Dahme-Spreewald fort.
Organisiert wurde der Austausch von der Vereinigung „Wielkopolska Centre for Education and Local Government Studies“ (WOKiSS) aus Poznań. Der Verband gilt als einer der größten Zusammenschlüsse kommunaler Verwaltungen in Polen und umfasst rund 249 Gemeinden sowie 30 Landkreise. Ziel ist es, lokale Verwaltungen bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben zu unterstützen. Der Kontakt zum Landkreis Meißen kam über die bestehende Partnerschaft mit dem Landkreis Ostrzeszów zustande.