Die Verlage «kunstanstifter» aus Mannheim, «Merve» aus Leipzig und «Voland & Quist» aus Berlin sind auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Verlagspreis 2026 ausgezeichnet worden. Sie erhalten jeweils 50.000 Euro. Der «mairisch Verlag» erhielt den neuen Innovationspreis, der Nachhaltigkeitspreis ging an den Verlag «Shift Books». Beide Ehrungen sind mit je 24.000 Euro dotiert. Weitere 79 Verlage wurden mit einem Gütesiegel ausgezeichnet, das jeweils mit 18.000 Euro Preisgeld verbunden ist. Insgesamt wurden 1,62 Millionen Euro vergeben. Unabhängige Verlage sorgten dafür, «dass unsere Öffentlichkeit vielstimmig, offen und wach bleibt», sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer laut Mitteilung. «Ohne ihre Freude an Neuentdeckungen wäre unsere Diskurskultur ärmer. Und genau das ist es, was Demokratie braucht: den Wettstreit der Ideen, den Austausch der Argumente und die Auseinandersetzung mit neuen Konzepten.» Nach dem Streit um den Buchhandlungspreis im Frühjahr - drei zunächst ausgewählte Buchläden wurden wegen «verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse» wieder von der Liste gestrichen - hatte Weimer das Auswahlverfahren für den Verlagspreis geändert: Grundlage sind Empfehlungen einer Jury. Diese - und auch Weimer selbst - können sich bei etwaigen Streitfällen an ein neues beratendes Gremium mit Fachleuten wenden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenAuswahlverfahren geändert