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«Europasinfonie»: Komponisten kommen aus Polen und Italien

«Europasinfonie»: Komponisten kommen aus Polen und Italien
Eine «Europasinfonie» soll Musiker aus zwölf Ländern in einem virtuellen Orchester vereinen. Jetzt läuft der Kompositionswettbewerb. (Symbolbild) / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Die «Europasinfonie» bringt Orchester und Chöre aus 12 Ländern live zusammen – mit Dresden als Herzstück der Uraufführung. Bei dem Projekt ist nun eine zentrale Entscheidung gefallen.

Die Entscheidung ist gefallen: Die «Europasinfonie» wird aus den Federn drei junger Komponisten aus Polen und Italien stammen. Andrzej Ojczenasz, Damian Dziwenka und Francesco Darmanin erhalten die drei Kompositionsaufträge für das europaweite Projekt, wie die Dresdner Sinfoniker als federführendes Ensemble mitteilten. 

Die drei Komponisten im Alter von 30, 32 und 34 Jahren setzten sich demnach beim Wettbewerb mit mehr als 220 Einreichungen aus 26 europäischen Ländern durch. Gesucht waren Ideen, die sich künstlerisch mit den besonderen Bedingungen einer verteilten Echtzeit-Aufführung auseinandersetzen. Denn die beteiligten Ensembles sind über ein digitales Netzwerk miteinander verbunden.

Die Jury wählte Ojczenasz und Dziwenka - beide aus Polen - als Komponisten zweier Werke für ein groß besetztes Sinfonieorchester aus. Der Italiener Darmanin wurde mit einem Werk für ein Sinfonieorchester mit Chor beauftragt. Alle drei erhalten jeweils eine Prämie in Höhe von 14.000 Euro. Die Kompositionen sollen 15 bis 20 Minuten lang sein. 

Uraufführung per Echtzeitübertragung aus zwölf Ländern

Die Uraufführung findet im Juni 2027 statt. Zehn Orchester und zwei Chöre musizieren in zwölf Ländern gemeinsam per Echtzeitübertragung, die eine speziell entwickelte europäische Technologie möglich macht. In der Messe Dresden spielen 62 Streicher der Dresdner Sinfoniker - die dortige Bühne ist das Zentrum der Aufführung. Alle anderen Stimmgruppen werden auf großen LED-Screens virtuell präsent sein.

Beteiligt sind unter anderem auch das Estnische Nationalsinfonieorchester mit Tuba und Posaunen, das Orchestra Sinfonica di Milano in Italien mit Flöten und die Birmingham Contemporary Music Group in Großbritannien mit Klavier/Celesta und Harfe. Das Mozarteum Salzburg und die Tschechische Philharmonie bringen Chöre ein.

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