Von einer Fabrikruine zum repräsentativen Welcome-Center: In Chemnitz ist am Freitag das künftige Besucherzentrum der Kulturhauptstadt Europas 2025 übergeben worden. Die Hartmannfabrik sei künftig erster Anlaufpunkt für alle Gäste aus Sachsen, Deutschland, Europa und der Welt, sagte die kaufmännische Geschäftsführerin der Kulturhauptstadt GmbH, Andrea Pier. «Sie ist ein Beleg dafür, dass die Kulturhauptstadt mit großer Macht kommt und nicht mehr aufzuhalten ist.» Insgesamt werden im kommenden Jahr rund zwei Millionen Besucher in Chemnitz erwartet.
Das Projekt wurde in einer öffentlich-privaten Partnerschaft umgesetzt. Dazu wurde das Gebäude in den vergangenen Jahren für rund 10,5 Millionen Euro grundlegend auf Vordermann gebracht, wie Eigentümer Udo Pfeifer der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dabei sind auch Fördermittel aus dem Denkmalschutz geflossen. Die Stadt als Nutzer mietet die Immobilie. Laut Pfeifer haben die Arbeiten 2021 begonnen. Wie bei anderen Bauprojekten sei das Ganze etwa 20 bis 25 Prozent teurer geworden als zunächst geplant.