Ob im Fußballstadion, bei Konzerten oder den Bergparaden im Advent: Das Steigerlied darf in Sachsen bei vielen Anlässen nicht fehlen. Vor einem Jahr wurde es gar als immaterielles Kulturerbe geadelt. «Das Lied war schon zuvor international bekannt», betonte Landesbergmusikdirektor Jens Bretschneider im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Titel habe es aber noch einmal eine große Würdigung erhalten, die es ohne Zweifel verdiene. «Das Steigerlied ist gelebte sächsische Identität», erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwoch in Dresden. «Wir singen dieses Lied und sind miteinander vereint und mit der Geschichte verbunden.»
Die jahrhundertealte Hymne deutscher Bergleute mit den Eingangsworten «Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt» gehört laut Bretschneider zur Identität der Region. Auch wenn es kaum noch Bergleute im Erzgebirge gibt, seien doch viele Menschen mit dem Lied groß geworden. So erklingt es nicht nur bei Fußballspielen des FC Erzgebirge Aue und bei vielen Bergparaden. «Wir schließen alle unsere Konzerte mit dem Steigerlied», sagte Bretschneider, der das Musikkorps der Bergstadt Schneeberg leitet. «Wenn die ersten Takte erklingen, steht das ganze Publikum auf.» Auch über die Musik werde Brauchtum wach gehalten.