Das neue Ausstellungsprojekt «Woraus wir gemacht sind» des Chemnitzer Spinnerei e.V. will gemeinsamen Identitäten zwischen Ostdeutschen und Ukrainern nachspüren. Mit der Schau sollen den Initiatoren zufolge Resonanz- und Begegnungsräume geschaffen werden.
Wie etwa mit der Arbeit «Flower Bed»: In dem runden Beet sprießen nur wenige Halme, doch in den kommenden Wochen soll sich die Arbeit der Ukrainerin Dasha Chechushkova in ein Blumenbeet verwandeln. Gerahmt von 15 kleinen Betonplatten erinnert es an Gräber. Ausgangspunkt sei der Tod eines ihrer Künstlerkollegen im russischen Angriffskrieg auf ihr Land gewesen, erklärt Kuratorin Alona Karavai. «Aber gewidmet ist es allen, die etwas verloren haben.»
Seit einigen Jahren organisiert der Verein Symposien und Kunstausstellungen. Dabei geht es auch darum, wie die sozialistische Vergangenheit als Teil des früheren Ostblocks bis heute nachwirkt.