Das Chemnitzer Heizkraftwerk Nord beherbergt nicht nur Sachsens höchsten Schlot, sondern wird im kommenden Jahr auch das stillgelegte Kraftwerksareal zu einer Galerie für zeitgenössische Kunst verwandeln. Im Jahr 2025, wenn Chemnitz als eine der zwei Kulturhauptstädte Europas Besucher aus aller Welt anzieht, wird das Festival «Begehungen» dort Werke von Künstlern präsentieren, die sich mit aktuellen Themen wie Ressourcenverbrauch, Artenvielfalt und Klimawandel auseinandersetzen. Die Ausstellungsfläche umfasst einen historischen Kühlturm aus den 1960er Jahren, einen riesigen Metallbehälter sowie drei große Hallen, wie die Veranstalter bekannt gaben.
Seit 2003 verwandeln die «Begehungen» alljährlich leerstehende Gebäude in temporäre Galerien für zeitgenössische Kunst: von einem Gefängnis über eine alte Brauerei und einem ehemaligen Güterbahnhof bis hin zu einem ausgemusterten Schwimmbad. Auf dem Kraftwerksgelände stehe eine Fläche von 16.000 Quadratmetern zur Verfügung - viel Platz also für raumgreifende künstlerische Arbeiten.