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Stiefsohn stirbt bei Brand: Mordprozess muss neu starten

Gut zwei Jahre nach dem Tod eines 47 Jahre alten gehbehinderten Mannes bei einem Brand in Beilrode (Landkreis Nordsachsen) muss der Mordprozess gegen den Stiefvater neu angesetzt werden. Grund sei die Neubesetzung der Strafkammer wegen einer Erkrankung eines Richters, sagte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Dienstag. Das Verfahren wegen Mordes und Brandstiftung gegen den 71-Jährigen hatte bereits am 23. Mai begonnen und startet nun am 6. September komplett neu.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Brand gelegt zu haben, um mit einer Versicherungssumme im sechsstelligen Bereich einen Neuanfang zu wagen. Dabei habe er den Tod des 47-jährigen Sohnes seiner Lebensgefährtin, der im Haus gelebt hatte, zumindest billigend in Kauf genommen und heimtückisch gehandelt. Bei dem Brand im Juni 2020 erlitt das Opfer schwerste Verbrennungen und starb an einer Rauchgasvergiftung. Sowohl der 71-Jährige als auch seine Lebensgefährtin kamen mit Verletzungen in ein Krankenhaus.

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