Eine Sammelklage von bisher 220.000 deutschen Verbrauchern gegen die Werbepraxis beim Streamingdienst Amazon Prime droht in erster Instanz zu scheitern. Das Bayerische Oberste Landesgericht hat bei der Verhandlung am Dienstag in München erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit der Klage aufgeworfen, teilte die Verbraucherzentrale Sachsen, die die Sammelklage gebündelt und vor Gericht gebracht hatte, nach der mündlichen Verhandlung mit.
Ein Gerichtssprecher sagte, die Entscheidung, die am 17. Juli verkündet werden soll, sei offen. Es gebe Zweifel, ob Amazon tatsächlich in den Nutzungsbedingungen Werbefreiheit zugesichert habe. Die entsprechenden Klauseln, die die Klageseite angeführt habe, sehe das Gericht nicht so eindeutig wie die Kläger.