Die Hauptverhandlung gegen mutmaßliche Mitglieder der militanten Neonazi-Gruppe «Sächsische Separatisten» beginnt am 23. Januar vor dem Oberlandesgericht Dresden (OLG). Die acht Männer sollen sich «wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte» verantworten, teilte das OLG mit. Die Betroffenen sitzen in Untersuchungshaft. Das Gericht hat nach Prozessbeginn zunächst 67 weitere Verhandlungstermine angesetzt.
Laut Anklage wurde Liquidierung von Amtsträgern geplant
Hierzu habe man eine Liquidierung von Vertretern der staatlichen Ordnung und ethnische Säuberungen geplant, teilte das OLG weiter mit. Die Männer hatten laut Bundesanwaltschaft wiederholt paramilitärische Trainings mit Kampfausrüstung absolviert. «Dabei wurden vor allem der Häuserkampf, der Kampf mit (Schuss-)Waffen, Nacht- und Gewaltmärsche sowie Patrouillengänge eingeübt», hieß es in einer früheren Mitteilung der Behörde. Zudem habe sich die Gruppe militärische Ausrüstungsgegenstände besorgt.
Im November 2024 hatten Einsatzkräfte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht Männer festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in Österreich. Zu der Gruppierung sollen auch drei damalige AfD-Mitglieder gehört haben. Der sächsische AfD-Landesverband hatte rasch jegliche Verbindung zu der betroffenen Gruppierung zurückgewiesen.
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