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Polizei in Görlitz: «zur Abwehr» auf Kampfhund geschossen

Polizei in Görlitz: «zur Abwehr» auf Kampfhund geschossen
Bei dem Schuss erleidet der Hund eine Fleischwunde - er wird versorgt und in einem Tierheim untergebracht. (Symbolbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Erst geht es um den Verdacht eines Hausfriedensbruchs. Doch als sich einer der Tatverdächtigen laut Polizei aggressiv zeigt, reißt sich dessen Hund von der Leine los. Ein Polizist greift zur Waffe.

Bei der Kontrolle zwei Tatverdächtiger hat die Görlitzer Polizei eigenen Angaben nach zur Gefahrenabwehr auf den begleitenden Hund geschossen, der dabei leicht verletzt wurde. Die Beamten kontrollierten am Samstagabend einen 38-jährigen Mann und einen 13-jährigen Jungen wegen des Verdachts eines Hausfriedensbruchs, wie die Polizei mitteilte. Der Junge hatte laut Polizei einen als Kampfhund geltenden American Staffordshire Terrier angeleint.

Hund durch Schuss leicht verletzt

Während der Maßnahmen habe sich der 38-jährige Tatverdächtige aggressiv und unkooperativ gezeigt. «Der Hund reagierte offenbar auf die Situation, riss sich los, rannte zu seinem Besitzer und auf die durchsuchenden Beamten zu», teilte die Polizei mit. Um die unmittelbare Gefahr abzuwehren, habe ein Beamter auf den Hund geschossen und diesen leicht verletzt. Demnach flüchtete der American Staffordshire Terrier, kam jedoch zurück. Als die Polizisten wegen der laut einem Sprecher andauernden «Gefahr für die Beamten» erneut auf den Hund schossen, verfehlten sie ihn, wie es hieß. Ein Kleinwagen sei beschädigt worden.

Pfefferspray-Einsatz gegen den 38-Jährigen

Nach Angaben des Sprechers wurde der 38-jährige Mann nach den Schüssen auf den Hund aggressiver. Er habe die Beamten angreifen wollen. Um den Angriff abzuwehren, hätten die Beamten Pfefferspray gegen den Mann eingesetzt. Der Tatverdächtige wurde demnach in einem Krankenhaus untersucht und nach Abschluss aller Maßnahmen entlassen.

Der 13-Jährige wurde laut Polizei an die Erziehungsberechtigten übergeben. Zu der Beziehung des Jungen und des 38-Jährigen machte die Polizei keine Angaben. Der Hund erlitt laut dem Sprecher eine Fleischwunde und wurde zunächst versorgt, bevor er in einem Tierheim untergebracht wurde.

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