Bei erniedrigenden Aufnahmeritualen und Verfehlungen der Polizei in den eigenen Reihen fordert die Linke vom Innenministerium mehr Transparenz. Erstmals teilte das Innenministerium nun auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Juliane Nagel etliche Details zu Vorfällen aus dem vergangenen Jahr mit, die bislang verschwiegen wurden.
Demnach sollen am 12. Juni 2024 bei einer Einstandsfeier Beamte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in Dresden gezwungen worden sein, zunächst erhebliche Mengen Alkohol zu trinken und sich die Haare abrasieren zu lassen.
Zudem sei ihnen «ein Motorradhelm ohne Sichtschutz aufgesetzt und dieser nach dem Einsprühen mit Desinfektionsmittel angezündet» worden. Laut Innenministerium soll den neuen Kollegen anschließend mit einem Spaten auf den Helm geschlagen worden sein - verbunden mit den Worten «Jetzt gehörst du zur Familie.»
Bei einem zweiten Vorfall sollen am 26. Oktober neue Beamte gezwungen worden sein, eine extrem scharfe Currywurst zu essen. Zuerst hatte die «Sächsische Zeitung» berichtet.