Der sächsischen Justiz steht in den nächsten Jahren ein Generationenwechsel bevor. In den nächsten sechs Jahren erreichten 288 Richterinnen und Richter - und damit 37 Prozent der Richterschaft - das Ruhestandsalter, sagte der Präsident des Oberlandesgerichtes (OLG), Leon Ross. «Das ist schon ein Einschnitt, der führt auch zu einem erheblichen Erfahrungsverlust bei den Gerichten.»
Es komme darauf an, frei werdende Richterstellen nahtlos nachzubesetzen, sagte Ross. «Ich denke, wir sind da auf gutem Weg.» Aktuell absolvierten mehr als 700 Nachwuchsjuristinnen und -juristen ein Referendariat in Sachsen - das sei ein neuer Spitzenwert. Das Interesse an der Ausbildung im Freistaat sei hoch.
Lücken täten sich auch bei den Rechtspflegern und in den Geschäftsstellen der Gerichte auf, wo die Akten verwaltet werden. Diese Stellen zu besetzen, sei schwieriger. Aktuell seien rund 350 Anwärterinnen und Anwärter in Ausbildung.