Sein zweiter Besuch in die Stadt, in der sich sein Leben binnen Sekunden grundlegend geändert hat, ist ihm schwergefallen: Mehr als neun Monate nach der mutmaßlich radikal-islamistischen und antisemitischen Messerattacke am Holocaust-Mahnmal in Berlin schildert das Opfer im Prozess, wie es noch immer körperlich und psychisch unter den Folgen leidet. «Ich kann bis heute nicht aushalten, dass jemand von hinten kommt und mich anfasst», sagt der Spanier vor dem Kammergericht. Angeklagt ist ein 19-jähriger Syrer.
«Er fasste mir von hinten auf die Schulter, mit der anderen Hand hat er geschnitten», schilderte der 31-Jährige bei seiner Aussage, die eine Dolmetscherin übersetzte. Den Angreifer habe er bei dem Geschehen «nie wirklich gesehen». Der Mann habe «irgendwas mit Allah» gerufen.