Mehrere der Angeklagten im Prozess um den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden haben nach Angaben eines Analytikers DNA-Spuren am Tatort hinterlassen. Bei vier der sechs Beschuldigten war sich Ralf Nixdorf, Chef der DNA-Analytik im Landeskriminalamt Sachsen, am Dienstag bei der Verhandlung am Landgericht Dresden völlig sicher. In einem weiteren Fall ging der 52 Jahre alte Experte mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Betroffene wie die vier anderen an der Außenmauer des Dresdner Schlosses einen genetischen Fingerabdruck zurückgelassen hatte.
Nach Angaben von Nixdorf waren mehr als 1000 DNA-Proben ausgewertet worden. Aber nicht alle ließen sich verwerten. Vor allem die Spuren im Inneren des Grünen Gewölbes waren zum größten Teil unbrauchbar. Grund: Die Täter hatten mit einem Feuerlöscher gesprüht. Nixdorf schilderte, wie der dabei entstehende Druck DNA-Material durch die Gegend bläst und Spuren verwischt. «So was mögen wir gar nicht», sagte er mit Blick auf die Auswertung.