«Compact»-Chefredakteur Jürgen Elsässer hat sich in der Verhandlung über das Verbot seines rechtsextremen Magazins zu seinem Verhältnis zu dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner geäußert. «Sellner ist regelmäßig Autor bei "Compact", weil er uns ein junges Publikum zuführt», sagte der 68-Jährige vor dem Bundesverwaltungsgericht Leipzig.
Als Chefredakteur lasse er auch andere Meinungen als seine eigene zu, mache sich aber nicht alle Inhalte von Sellner zu eigen, sagte Elsässer. «Ich schätze Sellner als Mensch, als Charakter und halte ihn für mutig und unbestechlich. Er ist in gewisser Weise der Rudi Dutschke von rechts». In der Praxis sei Sellner für Elsässer ein Held, dessen Theorien aber nicht.