Immobilien, Devisen, Gold in Barren und Münzen: Ein Herzspezialist hat es in Chemnitz zu einem Millionenvermögen gebracht. Im August 2023 heiratet er erneut, sieben Monate später ist er tot - brutal aus dem Leben gerissen durch Stiche in Hals und Rücken sowie stumpfer Gewalt gegen den Kopf möglicherweise mit einem Bolzenschussgerät. Warum musste der 69-Jährige sterben? Für das Landgericht Chemnitz ist der Fall knapp vier Monate nach Prozessbeginn klar: Er wurde aus Habgier getötet. Des Mordes schuldig gesprochen haben die Richter seine Witwe und ihre beiden Komplizen.
Schon ab Anfang 2023 hätten sie den Mediziner «regelrecht ausgenommen», sagte der Vorsitzende Richter Janko Ehrlich in der Urteilsbegründung. Damals waren laut Anklage rund 200.000 Euro an Gold und Devisen aus zwei Tresoren des Arztes verschwunden. Und plötzlich hantierten die sonst finanziell klammen Mitangeklagten der Witwe mit Goldmünzen im Wert von mehreren Tausend Euro sowie mit Geld in ausländischen Währungen, schilderte Ehrlich. Auch die Ehefrau, eine Tierärztin, drückten Schulden wegen ihres teuren Reiterhofs.