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Amokfahrer in Antifa- oder AfD-Shirt? Fake-Fotos im Umlauf

Amokfahrer in Antifa- oder AfD-Shirt? Fake-Fotos im Umlauf
Nach der Amokfahrt in Leipzig liegen Blumen und Kerzen auf dem Augustusplatz. / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt kursieren in sozialen Netzwerken Bilder, die einen politischen Hintergrund der Tat nahelegen. Warum es sich hier um Fakes handelt.

Während die Behörden einen politischen oder religiösen Hintergrund bislang ausschließen, ist für manche Nutzer in sozialen Netzwerken längst klar: Der Amokfahrer in Leipzig muss eine entsprechende Motivation gehabt haben. Als Beweis dienen angebliche Bilder des 33-Jährigen in entsprechender Kleidung, die eine Gesinnung ins linke oder rechte politische Spektrum nahelegen sollen.

Behauptung

Im Internet verbreitete Bilder zeigen den Amokfahrer von Leipzig in T-Shirts mit AfD- oder Antifa-Aufdruck.

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Bewertung

Falsch.

Fakten

Nach der Tat in Leipzig ermitteln die Behörden zu Motiv und Hintergründen. Nach bisherigen Angaben gibt es keine Hinweise auf eine politische oder religiöse Motivation. Der 33-jährige Tatverdächtige wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, nachdem er laut Staatsanwaltschaft im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben soll.

Aktuelle Bilder sollen nun den Mann in T-Shirts der linken Antifa-Bewegung oder der rechtspopulistischen AfD zeigen. Die in sozialen Netzwerken teilweise mehrere Hundert Male geteilten Beiträge stehen aber aus mehreren Gründen nicht im Zusammenhang mit der Tat. Ein Abgleich mit authentischen Aufnahmen zeigt deutliche Unterschiede bei Gesichtszügen und Tätowierungen. Das Faktencheck-Team der Deutschen Presse-Agentur wertete dazu ältere Fotos des Mannes sowie ein Video seiner Festnahme aus.

Details der Bilder sprechen für eine Bildmanipulation

Die Suche nach einer validen Quelle für den Ursprung der angeblichen Fotos führt zudem ins Leere: In mehreren Beiträgen sind sowohl das Bild mit Antifa- als auch das mit AfD-Logo als Teil eines vermeintlichen Screenshots von der Plattform Instagram zu sehen. Eine Suche nach dem genannten Account und dem entsprechenden Post liefert jedoch keine Ergebnisse. Die dargestellte Instagram-Oberfläche entspricht außerdem nicht dem aktuellen Design, sondern einer frei verfügbaren Vorlage aus einer Bildbearbeitungsplattform.

Auch weitere Auffälligkeiten sprechen für eine digitale Manipulation. In höher aufgelösten Versionen sind Texte im Bild kaum lesbar oder wirken verzerrt. Solche Unschärfen gelten als typisches Merkmal von KI-generierten Inhalten.

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