Zwei der sechs wegen des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe Dresden im November 2019 angeklagten jungen Männer haben schon zuvor jeweils bei Überfällen in Erlangen (Bayern) und Berlin ihre DNA hinterlassen. Die Spur eines 25-Jährigen wurde bei den Ermittlungen zu einem Einbruch in eine Fachfirma für Hydraulik in Erlangen Mitte Dezember 2018 gefunden, wie Ermittler am Dienstag im Prozess am Landgericht Dresden berichteten.
Aus dem Ausstellungsraum dort wurden sieben Hightech-Geräte, gebrauchte Hydraulikspreizer und -scheren gestohlen. Die DNA eines der beiden 23 Jahre alten angeklagten Zwillinge wurde nach Angaben von Berliner Beamten Anfang November 2019 an einer Bankfiliale im Wedding sichergestellt. Und dessen Bruder erklärte dann überraschend, dass er mit dem Einbruch ins Grüne Gewölbe nichts zu tun habe.
Er sei nach einer Polizeikontrolle in der Nacht vor der Tat in Berlin ausgestiegen. «Ich wollte nach Hause», sagte er und erzählte, in der Stadt umhergelaufen und dann eingeschlafen zu sein. Von dem Einbruch habe er erst am nächsten Morgen auf seinem Handy gelesen, aber später damit geprahlt, dabei gewesen zu sein. Erstmals in Dresden gewesen sein will er bei seiner Haftrichtervorführung.