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Sachsen gibt über 150.000 Impfdosen an den Bund zurück

Eine Ampulle mit Covid-19-Impfstoff von Moderna. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild
Eine Ampulle mit Covid-19-Impfstoff von Moderna. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Wegen derzeit geringerer Nachfrage nach Corona-Impfungen gibt Sachsen 151.200 Impfdosen an den Bund zurück. Dabei handelt es sich um Astrazeneca-Impfstoff, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach schicken die Länder insgesamt etwa 2,7 Millionen Impfdosen zurück, darunter auch Impfstoff von Johnson & Johnson.

Das Gesundheitsministerium hatte bereits Anfang Juli alle künftigen Astrazeneca-Lieferungen storniert und danach auch Bestellungen von Moderna sowie Biontech. Nach RKI-Übersicht sind aktuell nur 48,9 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Damit ist der Freistaat im bundesweiten Vergleich weiterhin Schlusslicht. Deutschlandweit liegt die Impfquote bei 55,1 Prozent. Geimpft wird momentan hauptsächlich mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna.

Der Bund will die zurückgegebenen Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. Im nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Jahresende mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH