Die Sorben wollen ihre Medienangebote gerade für junge Leute ausbauen. «Neben der klassischen Förderung von Sprache und Kultur müssen wir die Zukunft stärker in den Blick nehmen und die digitalen Angebote ausweiten», sagte Marko Schiemann, Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats der Stiftung für das sorbische Volk, am Montag der Deutschen Presse-Agentur nach einer Sitzung des Gremiums in Berlin.
Dabei ging es vor allem um das Fünfte Finanzierungsabkommen für die Stiftung ab 2026, die Weiterführung von Lernprogrammen und digitalen Medienangeboten in der Oberlausitz und der Niederlausitz sowie um die Sprachförderung in den sogenannten Witaj-Projekten in Brandenburg und Sachsen. Witaj (sorbisch für Willkommen) betrifft die zweisprachige Betreuung und Bildung in Kindergärten und Schulen.
«Für uns ist wichtig, dass das neue Finanzierungsabkommen die Zukunft und die Modernisierung der sorbischen Sprache und Kultur ermöglicht», betonte Schiemann. «Mit dem vorherigen Abkommen ist erstmals eine Grundlage geschaffen worden, die Projekte zukunftsfähig zu machen. Die nachfolgenden Generationen müssen eine Chance haben, die sorbische Sprache und Kultur bewahren und entwickeln zu können.» Deshalb brauche man eine ausreichende Finanzierung digitaler Angebote. Das betreffe Lernvorhaben genauso wie Medienprojekte für junge Leute.