Ob Langlauf oder Ski alpin - Wintersportler sind in Sachsen in der zurückliegenden Saison wieder vielerorts auf ihre Kosten gekommen. Doch Experten zufolge trifft der Klimawandel schon jetzt auch die hiesigen Mittelgebirge. Die Tourismusbranche in den Wintersportorten sucht daher händeringend nach Alternativen zum Skitourismus. «Wir müssen uns saisonunabhängig aufstellen», betonte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) beim Frühjahrsgipfel Tourismus am Donnerstag in Oberwiesenthal. Es gelte, die Wintersportorte als Ganzjahres-Reiseziele zu positionieren und Gästen bei allen Wetterlagen tolle Erlebnisse zu bieten.
Eine Untersuchung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zeigt, dass die Schneesicherheit in den 28 Skigebieten Sachsens in den vergangenen Jahrzehnten bereits abgenommen hat. Es werde zwar weiter schneereiche Winter geben, doch würden die seltener, erklärte Florian Kerl zu den Ergebnissen der Studie. Das liege nicht an weniger Niederschlägen, sondern an steigenden Temperaturen. So würden Frosttage seltener und auch künstliche Beschneiung in den Skigebieten in Zukunft häufiger unwirtschaftlich.