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Schluss mit Flutrinne: Dresdens Superblitzer schlägt im Süden zu

Ein grauer, keilförmiger Messanhänger steht leicht verdeckt hinter einem herbstlichen Straßenbaum auf dem Gehweg an der Lockwitzer Straße in Dresden. Die Straße verläuft mit Straßenbahnschienen und parkenden Autos stadtauswärts.
Versteckspiel in Strehlen: Der städtische Superblitzer (HWI-VE 159) hat seinen Standort gewechselt und kontrolliert nun die Lockwitzer Straße. Direkt hinter einem Baum stehend nimmt er stadtauswärts vor einer Schule das Tempo 30 ins Visier. Foto: NvH
Erst Lockwitz, dann Übigau, nun der nächste Wechsel: Wo das Ordnungsamt seinen oliv-grauen Kasten "159" parkt und warum der Standort so tückisch ist.

Dresden. Lockwitz war vorgestern, die Lockwitzer Straße ist heute: Der Superblitzer mit dem Kennzeichen HWI-VE 159 hat erneut seinen Standort gewechselt. Nach seinem Einsatz an der Flutrinne in Übigau steht der Messanhänger jetzt auf der Lockwitzer Straße in Strehlen. Stadtauswärts, gegenüber der Janusz-Korczak-Schule, nimmt er den Verkehr ins Visier.

Die Stelle hat es in sich: Auf einem rund 150 Meter langen Abschnitt gilt montags bis freitags zwischen 6 und 17 Uhr Tempo 30. Wer die zeitliche Begrenzung übersieht und zu schnell unterwegs ist, riskiert ein teures Foto.

Auch beim Versteckspiel hat der Anhänger dazugelernt. Der graue Kasten steht auf der linken Seite hinter einem Baum und ist aus der Fahrbahn-Perspektive nur schwer zu erkennen. Wer ihn erst beim Vorbeifahren entdeckt, dürfte den entscheidenden Moment bereits verpasst haben.

Strehlen kennt die Blitzer-Anhänger bereits

Für die mobile Blitzerflotte ist Strehlen kein neues Revier. Im Juni stand der inwischen außer Dienst gestellte graue Anhänger HWI-VE 167 auf der Heinrich-Zille-Straße in einer Tempo-30-Zone. Der olivgrüne HWI-VE 213 kontrollierte zur selben Zeit auf der Strehlener Straße den Verkehr in Richtung Hauptbahnhof. Wenig später kam 167 noch auf der Teplitzer Straße zum Einsatz. 

Der 159 hatte zuletzt eine deutlich längere Reise hinter sich: Anfang Oktober stand er an der Tögelstraße in Lockwitz, direkt neben der bekannten Wettersäule mit dem Wetterfrosch. Von dort zog er an die Straße An der Flutrinne nach Übigau, rund 150 Meter vor der Sternstraße. Nun ist er wieder im Süden angekommen - und aus Lockwitz wurde die Lockwitzer Straße. 

Die Stadt wechselt die Standorte der Anhänger regelmäßig. Bei der Auswahl spielen nach Angaben des Ordnungsamts unter anderem Schulwegsicherheit, Unfallhäufungen, Beschwerden und die Nähe zu Kitas oder Pflegeheimen eine Rolle. Wie lange der HWI-VE 159 auf der Lockwitzer Straße bleibt, ist nicht bekannt.