Unter den Augen des Wetterfroschs: Dresdens Superblitzer 159 steht jetzt in Lockwitz
Dresden. Der Lockwitzer Wetterfrosch hat Gesellschaft bekommen. Direkt neben der bekannten Wettersäule an der Tögelstraße steht seit Donnerstag der Superblitzer 159 und misst bei Tempo 30 in Richtung Altlockwitz, kurz vor dem Lockwitzbach. Wer also zu zügig Richtung Altlockwitz rollt, wird künftig gewissermaßen unter den Augen des Wetterfroschs zur Kasse gebeten.
Nach welchen Kriterien die Stadt die Standorte wählt
Wo die Anhänger stehen, entscheidet das Ordnungsamt nach festen Vorgaben. Dazu zählen Schulwegsicherheit, die Nähe zu Kindertagesstätten und Pflegeheimen, Unfallschwerpunkte, Beschwerden aus der Bevölkerung und Stellen mit häufigen Verstößen.
Technisch arbeitet die 159 wie die anderen Geräte der Flotte mit dem Messsystem FM1 der Firma VITRONIC. Die drei Trailer messen akkubetrieben und ohne Personal vor Ort, oft mehrere Tage an derselben Stelle.
Wo die beiden anderen Trailer stehen
Dresden betreibt genau drei dieser Messanhänger. Neben der 159 an der Tögelstraße ist das zum einen die olivgrüne 213, die jüngst an die Strehlener Straße zurückkehrte und sich dort zwischen Hecke und Laub kaum erkennen lässt. Zum anderen der jüngste Zugang mit der Kennung HWI-VE 217, der an der Platanenstraße steht und für einige Verwirrung sorgte, weil seine Nummer in der bekannten Flotte fehlte. Die 217 ersetzt im Tauschverfahren den früheren Anhänger 167.
55.000 Verstöße, 2,2 Millionen Euro
Wie viel die drei Anhänger einbringen, zeigt die Bilanz der Stadt. Bis Mitte September 2026 erfassten sie rund 55.000 Verstöße. Dafür zahlten Autofahrer seit Jahresbeginn etwa 2,2 Millionen Euro an Verwarn- und Bußgeldern.
Wie bei allen Standorten gilt auch an der Tögelstraße: Das Ordnungsamt wechselt die Plätze regelmäßig. Der Blitzer neben dem Wetterfrosch kann bis zur nächsten Kontrolle also längst weitergezogen sein.