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Dresdens grüner Tarn-Blitzer ist zurück an der Strehlener Straße

Blick aus der Perspektive eines Autofahrers auf die Strehlener Straße in Dresden: Am rechten Fahrbahnrand steht unter einem dichten Baum und vor einer Hecke der olivgrüne Messanhänger HWI-VE 213.
Gut getarnt am Straßenrand: Der olivgrüne Superblitzer HWI-VE 213 steht wieder an der Strehlener Straße in Dresden. Unter einem Baum kontrolliert er werktags von 6 bis 20 Uhr das Tempo-30-Limit auf Höhe des Berufsschulzentrums. Foto: CdH
Ein knappes Vierteljahr war der olivgrüne Superblitzer verschwunden, zuletzt auf einem Feldweg-Schleichweg am Stadtrand. Jetzt duckt er sich wieder an fast dieselbe Stelle nahe dem Hauptbahnhof, und der Zeitpunkt ist kein Zufall.

Dresden. Der auffälligste der drei Dresdner Superblitzer steht wieder dort, wo er Ende Juni schon einmal für Aufsehen sorgte: an der Strehlener Straße, gut einen Kilometer vor dem Hauptbahnhof. Der olivgrüne Messanhänger HWI-VE 213 hat sich am Fahrbahnrand postiert, an praktisch identischer Stelle wie beim ersten Mal.

Dazwischen lag zuletzt eine Landpartie. Die Stadt hatte das Gerät an den nördlichen Ortsrand geschickt, auf die schmale Grünberger Straße in Weixdorf. Dort weichen Pendler seit Wochen der gesperrten S 59 aus und geben auf der ampelfreien Abkürzung Gas. Ein Anwohner nannte die enge Piste einen „geteerten Feldweg". Von dort ist 213 nun ins Zentrum zurückgekehrt.

Tempo 30 an der Strehlener Straße gilt nur werktags

Der Standort hat einen konkreten Anlass. An der Strehlener Straße gilt seit dem Sommer ein zeitlich begrenztes Limit: Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr sind nur 30 Kilometer pro Stunde erlaubt. Abends, nachts und am Wochenende fällt die Beschränkung weg.

Der Grund steht wenige Meter weiter. Am Beruflichen Schulzentrum für Elektrotechnik queren Schüler die Straße, dazu Fahrgäste an den Haltestellen und Fußgänger. Wer werktags tagsüber zu schnell Richtung Bahnhof rollt, riskiert jetzt ein gebührenpflichtiges Foto.

Der Blitzer, der mit der Hecke verschmilzt

HWI-VE 213 ist erst seit Mai im Dienst und der Sonderling der Flotte. Seine olivgrüne Lackierung lässt ihn zwischen Laub und Sträuchern kaum auffallen, an der Strehlener Straße duckt er sich unter einem Baum vor eine dichte Hecke. Bekannt wurde das Gerät auch durch einen Brandanschlag Anfang Juni an der Meißner Landstraße, den es fast unbeschadet überstand. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung.

Wo die beiden grauen Schwestergeräte zuletzt standen

Auch die anderen beiden Anhänger sind im Einsatz, wenn auch an ganz anderen Ecken. Nach der jüngsten Aufstellung Mitte September bezog der einst graue, inzwischen mit einer olivegrünen Camouflage.Folie an der Front versehene HWI-VE 159 Position am Terrassenufer, nahe der 2024 eingestürzten Carolabrücke, und misst dort Tempo 30 in Richtung Semperoper. Auf der langen Geraden direkt an der Elbe wird abends gern zu viel Gas gegeben.

Das dritte Gerät, HWI-VE 167, kontrolliert in der Johannstadt die Dürerstraße kurz vor der Gluckstraße, ebenfalls Tempo 30, in Fahrtrichtung Fetscherstraße. Im Berufsverkehr staut sich der Verkehr dort ohnehin vor der Ampel, richtig schnell wird es erst außerhalb der Stoßzeiten. Weil das Ordnungsamt die Standorte laufend wechselt, kann jeder der drei bis zur nächsten Kontrolle längst weitergezogen sein.