Vorsicht beim Hornbach-Einkauf: Dresden stellt Superblitzer neu auf
Dresden. Wer beim Hornbach eingekauft hat und mit vollem Kofferraum Richtung Sternstraße rollt, nimmt besser früh den Fuß vom Gas. An der Straße An der Flutrinne in Übigau steht seit Kurzem der Blitzer-Anhänger HWI-VE 159, am Ende der Parkplätze und rund 150 Meter vor der Sternstraße. Erlaubt sind dort nur 30 Stundenkilometer.
Für den Superblitzer 159 ist es ein ordentlicher Tapetenwechsel. Zuletzt stand er am anderen Ende der Stadt in Lockwitz, und das unter den Augen des Wetterfroschs, direkt neben der historischen Wettersäule an der Tögelstraße. Lange hält es die akkubetriebenen Anhänger ohnehin nirgends: Meist bleiben sie nur ein paar Tage, dann wandern sie weiter.
55.000 Verstöße seit Jahresbeginn
Für die Stadt lohnt sich die Jagd. Bis Mitte September registrierten die mobilen Blitzer nach Angaben des Ordnungsamtes rund 55.000 Verstöße, seit Jahresbeginn kamen so etwa 2,2 Millionen Euro an Verwarn- und Bußgeldern zusammen.
Wo die Anhänger haltmachen, ist nicht dem Zufall überlassen. Das Ordnungsamt nennt als Kriterien die Sicherheit von Schulwegen, die Nähe zu Kitas und Pflegeheimen, Unfallschwerpunkte, Beschwerden von Bürgern und Stellen, an denen besonders oft zu schnell gefahren wird.
Drei Anhänger im Einsatz
Der HWI-VE 159 ist einer von mehreren Enforcement Trailern, die durch das Stadtgebiet rotieren. Unterwegs sind außerdem der getarnte, olivgrüne Anhänger mit der Nummer 213 und der neueste im Bunde, der HWI-VE 217. Mal stehen sie an großen Durchgangsstraßen, mal in Tempo-30-Zonen vor Schulen, immer dort, wo die Stadt den größten Bedarf sieht.