Gewalt-Wochenende im Dresdner Nahverkehr: Bundespolizei rückt vierfach aus
Dresden. Mehrere Angriffe und Randale haben die Bundespolizei am verlängerten Wochenende in Dresden auf Trab gehalten. Die Einsatzkräfte mussten an Bahnhöfen, in Zügen und an Fernbus-Haltestellen wegen Körperverletzungen, Sachbeschädigung und Drogenbesitzes einschreiten.
Die Einsatzserie begann am Samstagabend gegen 18:10 Uhr in einer S-Bahn vom Flughafen in Richtung Dresdner Hauptbahnhof. Ein 41-jähriger Deutscher griff dort einen 52-jährigen deutschen Mitreisenden an. Er schlug und trat auf sein Opfer ein, beleidigte sowie bedrohte es. Der 52-Jährige erlitt Verletzungen und kam zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.
Bundespolizisten stellten den 41-Jährigen kurz darauf im Bereich des Hauptbahnhofs und nahmen ihn vorläufig fest. Dabei leistete der Mann Widerstand gegen die Beamten. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte zudem Betäubungsmittel. Gegen den Mann laufen nun Ermittlungen wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Drogenbesitzes.
Randale im Reisebus auf der Ampelkreuzung
Rund vier Stunden später folgte der nächste Vorfall. In einem aus den Niederlanden kommenden Reisebus erwachte ein 31-jähriger polnischer Fahrgast, als das Fahrzeug an einer Ampel in Dresden stoppte. Der Mann stürmte plötzlich nach vorn und schlug mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe, sodass diese zersprang. Anschließend griff er in das Lenkrad und attackierte den Busfahrer.
Bundespolizisten überwältigten und fesselten den Randalierer vor Ort. Sie übergaben den 31-Jährigen anschließend an die Landespolizei. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest schlug positiv auf Kokain an.
Nächtlicher Schlichtungseinsatz an der Bayrischen Straße
In den frühen Morgenstunden des Sonntags, gegen 2:30 Uhr, wurden Beamte an der Flixbushaltestelle in der Bayrischen Straße auf eine weitere Auseinandersetzung aufmerksam. Vor Ort trafen sie auf einen 35-jährigen polnischen Busfahrer und einen am Boden liegenden Mann.
Bei dem Mann am Boden handelte es sich um einen stark alkoholisierten 28-jährigen tschechischen Staatsangehörigen. Die Polizisten stellten seine Identität fest und entließen ihn nach Abschluss aller Maßnahmen vor Ort wieder auf freien Fuß.
Streit um Rollstuhlfahrer eskaliert in Regionalbahn
Der letzte Vorfall ereignete sich am späten Sonntagabend gegen 23:30 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt. Beim Einstieg in eine Regionalbahn rempelte ein 32-jähriger Fahrgast einen Rollstuhlfahrer an.
Daraufhin versuchten drei andere Männer im Alter von 42, 47 und 49 Jahren, den 32-Jährigen gewaltsam aus dem Zug zu drängen. Der Triebfahrzeugführer bemerkte das Gerangel und verständigte die Bundespolizei. Gegen die drei deutschen Staatsangehörigen ermitteln die Beamten nun wegen des Verdachts der Körperverletzung.