Dresden: Erster Superblitzer verlässt die Schulwege
Dresden. Wer im Dresdner Nordosten auf der Tännichtstraße unterwegs ist, sollte den Fuß vom Gas nehmen. Das Ordnungsamt hat dort einen seiner gepanzerten Blitzeranhänger postiert. Erstmals seit Beginn des Schuljahres misst das Gerät wieder den Verkehr an einer Stelle fernab von Schulen und Kitas.
Der Superblitzer steht etwa 150 Meter vor der Einmündung in die Scharfenbergstraße. Die Sensoren erfassen Autos, die in Fahrtrichtung Grundstraße unterwegs sind. Die beiden anderen mobilen Kontrollgeräte stehen noch an Schulwegen, so an der Gamigstraße und der Josephinenstraße.
Vertrautes Revier für die Messanhänger
Für das Ordnungsamt ist der Bereich kein neues Terrain. Bereits Anfang Mai stand der Blitzer mit dem Kennzeichen HWI-VE 167 ganz in der Nähe, nachdem die Mitarbeiter das Gerät von der B6 umgesetzt hatten.
Die akkubetriebenen Enforcement Trailer arbeiten rund um die Uhr ohne Personal vor Ort. Dank ihrer Panzerung stehen die Hänger meist mehrere Tage unbewacht am Straßenrand, bevor das Ordnungsamt die Batterien wechselt oder den Standort tauscht.
Spätes Bremsen schützt nicht vor dem Knöllchen
Ein spontanes Bremsmanöver direkt vor dem grauen Kasten kommt meist zu spät. Die Lasertechnik erfasst die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge schon auf eine Entfernung von mehreren Hundert Metern.
Missachtungen kosten nach dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog mindestens 30 Euro. Ab 21 km/h zu viel auf dem Tacho droht neben dem Bußgeld auch ein Punkt in Flensburg. Wie lange der Anhänger an der Tännichtstraße stehen bleibt, gibt die Stadtverwaltung vorab nicht bekannt.