Dresden. Der getarnte Mess-Anhänger bleibt in Bewegung: Dresdens Superblitzer „159", der erst vor wenigen Tagen an der Georg-Palitzsch-Straße vor der Förderschule „Albert Schweitzer" für Aufsehen sorgte, ist weitergezogen. Weit war der Weg nicht – der Anhänger steht nun ein paar Meter entfernt an der Gamigstraße, direkt vor der 122. Grundschule. Ins Visier nimmt er alle, die zu schnell in Richtung Dohnaer Straße unterwegs sind.
Das bekannte Muster: Getarnt und schulnah
Am Erscheinungsbild hat sich nichts geändert: Die „159" trägt weiterhin ihre neue Camouflage-Folie an der Front, mit der sie dem grünen Kollegen „213" zum Verwechseln ähnelt. Und auch das Prinzip beim Standort bleibt gleich: Der Blitzer sucht sich gezielt Schulen, an denen zum Schuljahresbeginn besonders viele Kinder unterwegs sind. Nach der Förderschule ist nun die 122. Grundschule an der Reihe.
Vor der Grundschule gilt Tempo 30, und die „159" misst in Richtung Dohnaer Straße. Die Technik arbeitet wie gewohnt autark und akkubetrieben, ohne Personal und tagelang am selben Fleck; der Laser erfasst schon aus einiger Entfernung – wer erst kurz vor dem Kasten bremst, ist zu spät dran. Teuer wird es früher, als mancher denkt: Wer mit den innerorts gewohnten 50 durchrollt, liegt hier schon 20 km/h über dem Limit. Ab 21 km/h zu viel werden innerorts 115 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig – vor dieser Schule also bereits ab Tempo 51.