Wo Dresdens Superblitzer HWI-VE 213 jetzt lauert
Dresden. Sonst muss man Dresdens grünen „Superblitzer" suchen: hinter Rasenkanten, im Gebüsch, gut versteckt. An seinem neuen Standort ist das anders: Seit Montag steht der olivgrüne Anhänger HWI-VE 213 an der Pillnitzer Landstraße stadtauswärts Richtung Pillnitz, kurz hinter der 62. Grundschule. Der Zeitpunkt passt: Heute beginnt für Dresdens Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr und damit kehrt auch der Schulweg-Verkehr zurück.
Ein Standort mit Ansage
Die Pillnitzer Landstraße ist keine beliebige Ausfallstraße. Sie schlängelt sich am Elbhang entlang Richtung Schloss Pillnitz, mal eng, mal unübersichtlich, gesäumt von Wohnhäusern, Haltestellen und Grundstückseinfahrten. Vor der Grundschule gilt zwischen 7 und 20 Uhr Tempo 30. Dort, wo Kinder zur Schule laufen und Fußgänger queren, ist zügiges Durchfahren fehl am Platz. Anders als beim jüngsten Standort in der Südvorstadt, wo ein unerwartetes Tempo-40-Schild die eigentliche Tücke war, blitzt die „213" hier also dort, wo Tempo wirklich zum Risiko wird.
Zum Schulstart besonders sinnvoll
Gerade zum ersten Schultag ist der Posten mehr als eine Einnahmequelle. Viele Kinder gehen ihren Schulweg noch unsicher, doch erfahrungsgemäß lassen manche Fahrer den Fuß genau dort schwerer werden, wo die 30er-Zone endet und die freie Strecke Richtung Pillnitz lockt - eben kurz hinter der Schule. Genau an dieser Übergangsstelle steht nun der Messanhänger. Wer die Beschilderung im Kopf behält, hat nichts zu befürchten; wer aus Gewohnheit zu früh beschleunigt, tappt in die teuerste Radarfalle des Elbhangs.
So misst der grüne Anhänger
Wie seine grauen Superblitzer-Kollegen arbeitet die „213" autark: akkubetrieben, ohne Personal, tagelang am selben Fleck. Der Laser erfasst schon auf große Distanz. Kurzes Abbremsen direkt vor dem Gerät kommt zu spät. Und bei Tempo 30 ist die Toleranz schmal: Wer hier mit 50 durchrollt, ist bereits 20 km/h zu schnell.