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Warum Dresdens „213" an der Chemnitzer Straße besonders tückisch blitzt

Ein olivgrüner Blitzeranhänger mit dem Kennzeichen HWI-VE 213 steht gut getarnt auf einer Grünfläche neben dem Gehweg an der Chemnitzer Straße in Dresden. Im Hintergrund verläuft die Fahrbahn mit geparkten Autos.
Gut getarnt in der Südvorstadt: Dresdens grüner „Superblitzer“ steht jetzt an der Chemnitzer Straße. Vorsicht stadteinwärts: Hier gilt Tempo 40 - wer mit den gewohnten 50 km/h vorbeirauscht, tappt direkt in die teure Radarfalle. Foto: Thomas Wolf
Von: Cornelius de Haas
Dresdens grüner Superblitzer hat den Westen verlassen und sich in der Südvorstadt eingerichtet - kaum sichtbar auf einer Grünfläche. Die eigentliche Tücke steckt aber im Schild: Hier gelten nicht die üblichen 50, sondern nur 40 km/h.

Dresden. Während die beiden grauen Messanhänger im Osten und Nordosten der Stadt Stellung bezogen haben, meldet sich Dresdens dritter „Superblitzer" aus einer ganz anderen Ecke - und in gewohnter Tarnung. Der olivgrüne „HWI VE 213" hat den Dresdner Westen verlassen und steht jetzt in der Südvorstadt.

Sein neuer Posten: eine Grünfläche an der Chemnitzer Straße, auf Höhe der Bayreuther Straße 2. Gemessen wird stadteinwärts. Und weil der Anhänger seiner Lackierung alle Ehre macht, verschwindet er zwischen Rasen und Grün fast vollständig - wer flott vorbeirollt, übersieht den grünen Kasten leicht, bis das Blitzlicht aufzuckt.

Die eigentliche Tücke steckt aber nicht in der Tarnung, sondern im Tempolimit. An dieser Stelle gilt nicht die innerorts übliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, sondern nur Tempo 40. Wer routiniert mit „gefühlten 50" stadteinwärts rollt, liegt hier schon zehn Stundenkilometer über dem Limit - und tappt genau in die Falle, mit der kaum jemand rechnet.

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So arbeitet der grüne Anhänger

Wie seine beiden grauen Kollegen misst auch „213" völlig autark: akkubetrieben, ohne Personal, tagelang am selben Fleck. Der Laser erfasst bereits auf große Distanz - kurzes Abbremsen unmittelbar vor dem Gerät kommt meist zu spät.

Bußgeld: Warum die 40 hier zur Kostenfalle wird

Fürs Bußgeld zählt allein, wie weit über dem Limit gemessen wird - und die 40 machen die Sache heikel. Schon 11 bis 15 km/h zu viel kosten 50 Euro, 16 bis 20 km/h schlagen mit 70 Euro zu Buche. Ab 21 km/h über dem Limit werden 115 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Konkret heißt das an der Chemnitzer Straße: Wer mit Tempo 55 stadteinwärts rollt und sich in einer 50er-Zone wähnt, ist in Wahrheit schon 15 km/h zu schnell - macht 50 Euro. Bei Tempo 65 sind es bereits 115 Euro und ein Punkt.

Auch die beiden grauen Anhänger „159" und „167" sind im Einsatz, ersterer steht ausdauernd auf der Quohrener Straße, zweiteren hat es nach Johannstadt  verschlagen.

Augen auf die Schilder, Fuß vom Gas - und sicher durch Dresden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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