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Neuer Standort in Dresden: Der B6-Superblitzer ist umgezogen - hier wird es jetzt teuer

Dresdens Superblitzer Anhänger am neuen Standort in Loschwitz im Mai 2026
Gut getarnt im Grünen: Nach dem Trubel auf der B6 gönnt sich der „Superblitzer“ ein paar Tage in Loschwitz. Wer hier die 30 km/h ignoriert, muss mit Bußgeldern ab 70 Euro rechnen. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Nach drei Tagen auf der "Stadtautobahn" B6 hat Dresdens bekanntester Blitzer-Anhänger seinen Standort gewechselt. Doch wer glaubt, nun entspannt Gas geben zu können, irrt sich: Die Technik ist in einen idyllischen, aber tückischen Bereich umgezogen, wo man sie kaum vermutet.

Vom Asphalt-Dschungel in den „Märchenwald“

Dresden. Wochenlang war der semi-stationäre Blitzer-Anhänger das Schreckgespenst auf der B6 (Meißner Landstraße). Tausende Pendler passierten das Gerät täglich auf dem Weg in die Innenstadt. Doch nun ist der Standort geräumt. Wer jedoch hofft, dass das Gerät in die wohlverdiente Wartung gegangen ist, wird enttäuscht.

Der neue Standort: Falle in Dresden-Loschwitz

Der „Superblitzer“ wurde nun am Abzweig nach Loschwitz positioniert. Versteckt zwischen Bäumen und im Schatten der Villenarchitektur – fast schon im „Märchenwald“ – lauert die Laser-Technik nun auf jene, die die Geschwindigkeitsbegrenzung in Richtung Elbeschlösser missachten.

Ein grauer, mobiler Blitzer-Anhänger steht am rechten Rand einer schmalen, asphaltierten Wohnstraße. Die Umgebung ist sehr grün mit vielen Bäumen und Sträuchern. Das Gerät weist auffällige silberne und dunkle Schmierereien auf der Oberfläche auf.

Kurort-Feeling für den Messanhänger: Der „HWI-VE 167“ steht seit Montagmittag in der grünen Tännichtstraße in Loschwitz. In der idyllischen Tempo-30-Zone rechnet kaum jemand mit einer Radarfalle. Foto: CdH

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Warum dieser Standort so gefährlich für das Punktekonto ist:

  • Gefälle: Die natürliche Neigung der Straße lässt Fahrzeuge oft schneller werden als erlaubt.
  • Tarnung: Durch das satte Grün der Umgebung verschmilzt das graue Gehäuse des Anhängers fast perfekt mit der Kulisse.
  • Perfekte Tarnung: Im "Märchenwald"-Abschnitt verschwindet das graue Gehäuse des Blitzers fast vollständig im Schatten der Bäume. Wer ihn sieht, hat meist schon das rote Licht im Gesicht.

Was macht diesen Blitzer so „super“?

Hinter dem martialischen Begriff steckt moderne Messtechnik, die über mehrere Tage autark arbeiten kann. Der Anhänger benötigt kein Personal vor Ort, ist gepanzert und gegen Vandalismus geschützt. Für die Stadt Dresden ist er eine Goldgrube, da er flexibel an Unfallschwerpunkten oder vor Schulen eingesetzt werden kann - und das rund um die Uhr.

Dresdens zweiter Superbiltzer, der „HWI-VE 159", hält stoisch die Stellung auf der Schlüterstraße in Striesen, neben der Feuerwache - und dürfte dort so bald nicht wegzudenken sein. Während der eine also Waldluft schnuppert, bleibt der andere seinem urbanen Revier treu. Jeder Superblitzer so, wie er eben ist.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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