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Semperoper live auf ARTE: Capuçon spielt Saint-Saëns in Dresden

Ein Cellist im dunklen Anzug mit schwarzer Fliege spielt leidenschaftlich auf seinem Instrument inmitten eines Orchesters. Er ist im Fokus der Aufnahme, während im Hintergrund weitere Musiker mit Streichinstrumenten und Notenständer in Unschärfe zu sehen sind.
Abschied aus Dresden: Gautier Capuçon brilliert zum Ende seiner Residenzzeit mit Saint-Saëns’ erstem Cellokonzert in der Semperoper. Die Konzerte am 14. und 15. Mai werden für ARTE Concert aufgezeichnet. Foto: Oliver Killig/Staatskapelle Dresden
Von: Cornelius de Haas
Wagner, Debussy und ein Cellist auf Abschiedstour: Zwei Abende, die man sich merken sollte - und noch einen weiterer Grund mehr, in die Semperoper zu gehen.

Dresden. Gautier Capuçon kommt noch einmal. Dann ist er weg - die Staatskapelle Dresden geht auf Europatournee, und seine Residenz in der Semperoper endet damit offiziell. Bevor das passiert, spielt er am 14. und 15. Mai Saint-Saëns' erstes Cellokonzert: kurz, direkt, ohne Füllmaterial - genau das richtige Stück für einen Cellisten, der keine Effekte braucht, weil er sie nicht nötig hat.

Darum herum hat Chefdirigent Daniele Gatti ein Programm gebaut, das mehr ist als ein schöner Abend. Zwei Wagner-Ausschnitte - der Karfreitagszauber aus "Parsifal" und Isoldes Liebestod aus "Tristan und Isolde" - rahmen das Konzert ein. Gatti hat Wagners "Parsifal" in dieser Saison selbst in der Semperoper inszeniert. Was er mit den Orchesterfragmenten macht, dürfte also alles andere als routiniert klingen.

Dazwischen: Debussys "La mer". Kein Gemälde, eher ein Wetterbericht für Fortgeschrittene - das Meer als Stimmungswechsel, nicht als Postkartenmotiv.

Wer am 14. oder 15. Mai dabei ist, hat noch etwas extra: Beide Konzerte werden aufgezeichnet und am 21. Mai auf ARTE Concert ausgestrahlt. Man sitzt also möglicherweise im Bild.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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