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Hochhausbrand in Dresden: 50 Retter kämpfen gegen Akku-Feuer

Eine nächtliche Aufnahme eines großen, roten Löschfahrzeugs (HLF 20) der Feuerwehr Dresden, beschriftet mit "FEUERWEHR DRESDEN", im Profil rechts. Es steht auf einer Asphaltstraße, auf der ausgelegte rote Löschschläuche im Vordergrund verlaufen. Im Hintergrund ragt ein hohes Wohnhochhaus auf, dessen
Großeinsatz in der Nacht: Ein HLF 20 der Feuerwehr Dresden steht vor dem betroffenen Wohnhochhaus an der Michelangelostraße in Zschertnitz, wo ausgelegte Löschschläuche von der Brandbekämpfung im 12. Stock zeugen. Foto: Roland Halkasch/Feuerwehr Dresden
Von: Cornelius de Haas
Mitten in der Nacht rettet sich ein Teenager allein aus einer verrauchten Wohnung im zwölften Stock - zwei weitere Bewohner harren auf der Loggia aus. Ausgelöst hat den Einsatz ein Akku.

Dresden. In der Nacht auf Sonntag brannte es in der 12. Etage eines Wohnhochhauses an der Michelangelostraße in Zschertnitz. Ursache war nach ersten Erkenntnissen ein Fahrradakku, der beim Aufladen Feuer gefangen hatte. Der Brand erzeugte so viel Rauch, dass der gesamte Etagenflur innerhalb kurzer Zeit dicht verqualmt war.

Ein 14-jähriger Junge rettete sich selbstständig aus der Brandwohnung und wurde im Treppenraum von der Feuerwehr angetroffen. Zwei weitere Bewohner hatten sich auf eine Loggia am Ende des verrauchten Flures geflüchtet – von dort retteten die Einsatzkräfte sie mithilfe von Brandfluchthauben. Den Jungen brachte der Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer mit einem Strahlrohr und durchsuchten den Flur nach weiteren Personen. Nach der Brandbekämpfung überprüfte die Feuerwehr die umliegenden Etagen und Wohnungen – weiterer Raucheintrag wurde nirgends festgestellt. Die betroffene Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar. Im Einsatz standen rund 50 Kräfte der Wachen Übigau, Striesen, Löbtau und Altstadt sowie die Rettungswache Johannstadt und die Stadtteilfeuerwehr Kaitz.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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