Dresden. Ein leises Piepsen aus dem Abflussrohr alarmierte am Freitagnachmittag die Feuerwehr Dresden. In der Elsasser Straße in der Johannstadt saßen vier Entenküken in einem Regenwasserfallrohr fest – rund einen Meter tief, hörbar, sichtbar, aber nicht erreichbar.
Weil eine Rettung von oben scheiterte, dachten die Einsatzkräfte quer: Der Sicherheitsdienst öffnete die Tiefgarage des Gebäudes, sodass die Feuerwehrleute von unten an das Abwasserrohr herankamen. Nach dem Lösen der Rohrschellen öffneten sie das Rohr - sauber, ohne Schaden, alle vier Küken unversehrt.
Dann begann der ungewöhnlichste Teil des Einsatzes: Die Küken kamen in eine Transportkiste, ihre Mutter trat den Weg zu Fuß an. Entlang der Elsasser Straße, über den Sachsenplatz, bis zum Käthe-Kollwitz-Ufer begleiteten die Einsatzkräfte die Entenfamilie zur Elbe. Dort öffneten sie die Kiste - und die fünf schwammen gemeinsam elbaufwärts davon.
Noch am selben Abend rückte die Feuerwehrwache Albertstadt zu einem ähnlichen Einsatz aus: Auf der Bärwalder Straße war ein Vogel in einen Gully gefallen und kam nicht mehr heraus. Ein Feuerwehrmann stieg kurzerhand in den Schacht hinab und holte das Tier unverletzt ans Tageslicht.