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Vier Küken in der Falle: Die kreative Rettungsaktion der Feuerwehr Johannstadt

Drei Feuerwehrleute (zwei Männer und eine Frau) in dunkelblauen T-Shirts mit Wappen und hellbraunen Einsatzhosen halten jeweils ein winziges, flauschiges Entenküken behutsam in ihren Händen und lächeln in die Kamera.
Happy End in der Johannstadt: Drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Dresden präsentieren stolz die unversehrten Entenküken, die sie nach einer aufwendigen Aktion aus einem Regenwasserfallrohr befreit haben. Foto: Feuerwehr Dresden
Von: Cornelius de Haas
Mitten in der Dresdner Johannstadt verwandelte sich ein Innenhof am Freitagnachmittag in einen Schauplatz zwischen Chaos und Rührung: Vier Entenküken steckten in einem Regenfallrohr fest – und ihre Mutter wartete draußen. Was dann folgte, war eine Rettungsaktion durch Keller, Beton und schließlich bis an die Elbe.

Dresden. Ein leises Piepsen aus dem Abflussrohr alarmierte am Freitagnachmittag die Feuerwehr Dresden. In der Elsasser Straße in der Johannstadt saßen vier Entenküken in einem Regenwasserfallrohr fest – rund einen Meter tief, hörbar, sichtbar, aber nicht erreichbar.

Weil eine Rettung von oben scheiterte, dachten die Einsatzkräfte quer: Der Sicherheitsdienst öffnete die Tiefgarage des Gebäudes, sodass die Feuerwehrleute von unten an das Abwasserrohr herankamen. Nach dem Lösen der Rohrschellen öffneten sie das Rohr - sauber, ohne Schaden, alle vier Küken unversehrt.

Dann begann der ungewöhnlichste Teil des Einsatzes: Die Küken kamen in eine Transportkiste, ihre Mutter trat den Weg zu Fuß an. Entlang der Elsasser Straße, über den Sachsenplatz, bis zum Käthe-Kollwitz-Ufer begleiteten die Einsatzkräfte die Entenfamilie zur Elbe. Dort öffneten sie die Kiste - und die fünf schwammen gemeinsam elbaufwärts davon.

Noch am selben Abend rückte die Feuerwehrwache Albertstadt zu einem ähnlichen Einsatz aus: Auf der Bärwalder Straße war ein Vogel in einen Gully gefallen und kam nicht mehr heraus. Ein Feuerwehrmann stieg kurzerhand in den Schacht hinab und holte das Tier unverletzt ans Tageslicht.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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