Dresden. Das Fahrrad gilt als großer Gleichmacher im Stadtverkehr. An der Werkstattkasse hört die Gleichheit auf. Je nachdem, wo man wohnt, kostet dieselbe Inspektion fast dreimal so viel – und das hat wenig mit der Qualität der Werkstatt zu tun, aber viel mit dem, was ostdeutsche Städte von westdeutschen noch immer unterscheidet.
Mit 65,70 Euro für eine Standard-Fahrradinspektion liegt Dresden auf dem dritten Platz der günstigsten Städte bundesweit – rund 18 Euro unter dem Schnitt von 83,35 Euro. Diese Position ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines wirtschaftsgeografischen Gefälles, das den deutschen Fahrradmarkt ähnlich prägt wie viele andere Branchen.