Dresden. Bis zu 30 Millionen Euro könnte Dresden beim Bau der neuen Carolabrücke sparen. Nur entscheidet das nicht das Planungsbüro - sondern der Stadtrat. Genau darauf weist nun ausgerechnet jenes Büro hin, das am günstigsten geplant hat.
Ausgelöst hatte die Debatte ein offener Brief des Expertengremiums um Prof. Steffen Marx von der TU Dresden, datiert auf den 7. Juli. Er ging nicht nur an Oberbürgermeister Dirk Hilbert und die Stadtratsfraktionen, sondern ausdrücklich auch an die Medien und die vier Planerteams - und eines von ihnen meldet sich nun zu Wort: das Ingenieurbüro Grassl. Die an Marx gerichtete Antwort wiederspricht der eigentlichen Empfehlung des Gremiums dabei bemerkenswerterweise nicht. Es sortiert nur, wer sie umsetzen müsste.