10.000 Euro und eine offene Frage: Benefiz Cup Dresden zieht Bilanz
Dresden. Fast wäre der Ball liegen geblieben. Monatelang war nicht sicher, ob der Benefiz Cup eine dritte Auflage erlebt, die Spenden blieben aus, die Sponsoren zögerten. Gespielt wurde am Ende doch, und am Mittwochmorgen (21. Oktober 2026) standen Stefan Lasch und Martin Selle mit drei Schecks im Autohaus Dresden an der Bremer Straße. Knapp 10.000 Euro sind zusammengekommen - und so freuen sich das Tierheim Freital, der Gnadenhof Erlicht und das Kinder-Trauerprojekt Lacrima über jeweils 3.300 Euro.
Das Turnier stieg am 6. September im Heinz-Steyer-Stadion, 19 Mannschaften traten an. Die 10.000-Euro-Marke, die sich die Macher als Ziel gesetzt hatten, wurde knapp geschafft. Vom Vorjahr ist das weit entfernt: 2025 kamen über 20.000 Euro zusammen.
Warum diesmal weniger zusammenkam
Lasch und Selle führen den Rückgang auf zurückhaltende Sponsoren und Spender zurück, Grund sei die wirtschaftliche Lage. „Am Ende hilft jeder Euro, auch wenn wir den Anspruch vom Vorjahr nicht geschafft haben“, sagt Lasch. Schon vor dem Turnier lagen die Spenden deutlich unter dem Ziel, bis das Autohaus Dresden als Hauptsponsor einsprang. Am Turniertag kamen zudem weniger Besucher als 2025, was die Organisatoren auch der Laufveranstaltung DresdenHalf zuschreiben, die am selben Tag erstmals stattfand.
Den Ausschlag für die dritte Auflage gab am Ende der Gedanke „Jeder Euro hilft“. Begonnen hatte der Cup 2024 in Löbtau mit acht Mannschaften.
Jeder Euro für Tierarztrechnungen
Beim Tierheim Freital fließt das Geld komplett in die Behandlung der Tiere. Vereinschefin Regina Barthel-Marr rechnete vor, allein im Oktober seien schon 23.000 bis 26.000 Euro an Tierarztkosten angefallen, und der Monat sei noch nicht vorbei. Beim Gnadenhof Erlicht ist es ähnlich. Heike Flaxa nimmt dort nur Tiere mit Behinderung auf, derzeit sind es 82. Auch ihre Spende geht komplett in die Tierarztkosten.
Lacrima, das Trauerprojekt der Johanniter in Dresden, steckt das Geld in die Ausbildung neuer ehrenamtlicher Trauerbegleiterinnen und -begleiter. Das Projekt betreut nach Angaben von Pressesprecher Danilo Schulz über 60 Kinder in zwei Zentren und lebt fast vollständig vom Ehrenamt.