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10.000 Euro und eine offene Frage: Benefiz Cup Dresden zieht Bilanz

Neun Personen stehen mit drei großen Spendenschecks über jeweils 3.300 Euro und zwei Hunden vor dem Autohaus Dresden.
Große Hilfe für drei Herzensprojekte: Im Autohaus Dresden übergaben die Organisatoren des Benefiz Cups, Martin Selle und Stefan Lasch (5. u. 6. v. l.), sowie Moderator Alexander Schkade (3. v. l.) je 3.300 Euro an Danilo Schulz (Lacrima/Johanniter, 2. v. l.), Regina Barthel-Marr (Tierheim Freital, 4. v. l.), Heike Flaxa und Evelyn Dunker (Gnadenhof Erlicht, 7. u. 8. v. l.). Mit im Bild: Kai Imhoff (Autohaus Dresden, l.) und Sportbürgermeister Jan Donhauser (r.). Foto: CdH
Beim Benefiz Cup im Heinz-Steyer-Stadion kamen knapp 10.000 Euro zusammen. Am Mittwoch übergaben die Organisatoren die Schecks an drei Vereine, ob es das Turnier 2027 wieder gibt, ließen sie offen.

Dresden. Fast wäre der Ball liegen geblieben. Monatelang war nicht sicher, ob der Benefiz Cup eine dritte Auflage erlebt, die Spenden blieben aus, die Sponsoren zögerten. Gespielt wurde am Ende doch, und am Mittwochmorgen (21. Oktober 2026) standen Stefan Lasch und Martin Selle mit drei Schecks im Autohaus Dresden an der Bremer Straße. Knapp 10.000 Euro sind zusammengekommen - und so freuen sich das Tierheim Freital, der Gnadenhof Erlicht und das Kinder-Trauerprojekt Lacrima über jeweils 3.300 Euro.

Das Turnier stieg am 6. September im Heinz-Steyer-Stadion, 19 Mannschaften traten an. Die 10.000-Euro-Marke, die sich die Macher als Ziel gesetzt hatten, wurde knapp geschafft. Vom Vorjahr ist das weit entfernt: 2025 kamen über 20.000 Euro zusammen.

Warum diesmal weniger zusammenkam

Lasch und Selle führen den Rückgang auf zurückhaltende Sponsoren und Spender zurück, Grund sei die wirtschaftliche Lage. „Am Ende hilft jeder Euro, auch wenn wir den Anspruch vom Vorjahr nicht geschafft haben“, sagt Lasch. Schon vor dem Turnier lagen die Spenden deutlich unter dem Ziel, bis das Autohaus Dresden als Hauptsponsor einsprang. Am Turniertag kamen zudem weniger Besucher als 2025, was die Organisatoren auch der Laufveranstaltung DresdenHalf zuschreiben, die am selben Tag erstmals stattfand.

Den Ausschlag für die dritte Auflage gab am Ende der Gedanke „Jeder Euro hilft“. Begonnen hatte der Cup 2024 in Löbtau mit acht Mannschaften.

Jeder Euro für Tierarztrechnungen

Beim Tierheim Freital fließt das Geld komplett in die Behandlung der Tiere. Vereinschefin Regina Barthel-Marr rechnete vor, allein im Oktober seien schon 23.000 bis 26.000 Euro an Tierarztkosten angefallen, und der Monat sei noch nicht vorbei. Beim Gnadenhof Erlicht ist es ähnlich. Heike Flaxa nimmt dort nur Tiere mit Behinderung auf, derzeit sind es 82. Auch ihre Spende geht komplett in die Tierarztkosten.

Lacrima, das Trauerprojekt der Johanniter in Dresden, steckt das Geld in die Ausbildung neuer ehrenamtlicher Trauerbegleiterinnen und -begleiter. Das Projekt betreut nach Angaben von Pressesprecher Danilo Schulz über 60 Kinder in zwei Zentren und lebt fast vollständig vom Ehrenamt.

Die Zukunft ist offen, der Pate bleibt

Ob der Benefiz Cup 2027 zurückkommt, ist noch nicht entschieden. Käme eine vierte Auflage, wollen Lasch und Selle sie mit einem größeren Team planen, sobald klar ist, welche Termine das Stadion freihat.
Rückhalt hätten sie dabei. Die Patenschaft übernahm erneut Sportbürgermeister Jan Donhauser (CDU). „Mir ist der sportliche Aspekt gar nicht so wichtig“, sagte er bei der Übergabe. „Hier engagieren sich Ehrenamtliche für Organisationen, die selbst viel ehrenamtlich leisten.“ Geld könne er keines dazugeben, aber die Rolle als Pate übernehme er jederzeit wieder.