Diskuswerfer Steven Richter hat den fast 40 Jahre alten deutschen Rekord nur um acht Zentimeter verpasst. Der 23-Jährige schleuderte die Scheibe in Ramona im US-Bundesstaat Oklahoma auf genau 74,00 Meter und rückte in der ewigen Weltbestenliste auf Platz vier vor. Die nationale Bestmarke hält weiterhin Jürgen Schult: Der Schweriner warf den Diskus am 6. Juni 1986 in Neubrandenburg 74,08 Meter weit. Lange Zeit war das auch der Weltrekord. Erst der Litauer Mykolas Alekna übertraf ihn vor zwei Jahren mit 75,56 Metern – ebenfalls in Ramona. Dort sorgen auf einer sogenannten Segel-Wiese der Wind und damit besonders günstige Bedingungen, weshalb die Weiten umstritten sind. «Ich bin sehr dankbar für den Wettbewerb, weiß ihn aber auch richtig einzuordnen», schrieb Richter bei Instagram. «Nun ist es Zeit zu lernen, in einem Stadion weit zu werfen», fügte er hinzu. Mit dem zweitbesten Versuch kam der Athlet vom LV 90 Erzgebirge auf 73,96 Meter. Er verbesserte seine an gleicher Stelle aufgestellte Bestweite um viereinhalb Meter, musste sich aber dennoch dem Australier Matt Denny geschlagen geben. Der Olympia-Dritte gewann mit 74,04 Metern. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWeiten auf Segel-Wiese umstritten