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Von Dresden zur Nummer 1000: Ex-Dynamo schreibt DFB-Geschichte

Dynamo Dresden Logo auf dem Rasen
Ex-Dynamo Mika Baur wird 1000. Nationalspieler. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von Dresden in die Nationalmannschaft. Mika Baur wird beim 2:0 gegen Serbien DFB-Jubiläumsspieler.

Von Dresden auf die große Bühne: Mika Baur schreibt DFB-Geschichte

Dresden. Es war nur ein kurzer Einsatz, aber einer für die Geschichtsbücher: Als Mika Baur am Donnerstagabend beim 2:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien in der 77. Minute für Tom Bischof ins Spiel kam, wurde aus dem ehemaligen Dynamo-Dresdner der 1000. Nationalspieler der deutschen A-Nationalmannschaft. Für den 22-Jährigen, der inzwischen bei Celtic Glasgow spielt, schloss sich damit ein bemerkenswerter Weg von Dresden über Paderborn und Schottland bis hin zum DFB-Team.

Dass ausgerechnet Baur diese historische Marke setzte, war ihm unmittelbar nach seiner Einwechslung offenbar gar nicht bewusst. Erst nach der Partie erfuhr der Mittelfeldspieler von der besonderen Bedeutung seines Debüts. Ein historischer Moment, den er selbst zunächst gar nicht einordnen konnte.

Dresden als wichtiger Schritt

Ein wesentlicher Teil dieser Geschichte spielt in Dresden. Im Januar 2025 kam Baur auf Leihbasis vom SC Paderborn zu Dynamo Dresden. Für den damals 20-Jährigen wurde die Zeit an der Elbe zu einer wichtigen Station seiner Entwicklung.

Baur absolvierte in der Rückrunde insgesamt 18 Pflichtspiele für Dynamo in der 3. Liga, erzielte ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Vor allem aber war er Teil jener Mannschaft, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machte.

Damit wurde Dresden für Baur mehr als nur eine Zwischenstation. Die Monate bei Dynamo waren eine wichtige Phase seiner Entwicklung im Profifußball. In Dresden konnte er sich auf großer Bühne zeigen und gleichzeitig die besondere Atmosphäre rund um den Traditionsverein erleben.

Der Aufstieg mit Dynamo wurde schließlich zu einem Wendepunkt. Baur kehrte anschließend nach Paderborn zurück und etablierte sich dort in der 2. Bundesliga. Es folgte der Wechsel nach Schottland zu Celtic Glasgow – und nun der vielleicht bislang größte Schritt seiner Karriere.

Von der Elbe ins DFB-Trikot

Noch vor wenigen Jahren war die Nationalmannschaft für Baur weit entfernt. Nun stand er im Münchner Stadion auf dem Rasen und trug erstmals das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft.

In der Schlussphase der Partie gegen Serbien war es schließlich so weit. Baur wurde eingewechselt und schrieb damit gleichzeitig deutsche Fußballgeschichte. Als 1000. Nationalspieler steht sein Name nun in einer Reihe mit den großen Spielern, die das Trikot mit dem Bundesadler vor ihm getragen haben.

Für den jungen Mittelfeldspieler war es der vorläufige Höhepunkt eines Weges, der keineswegs geradlinig verlief. Paderborn, Dresden, erneut Paderborn, Glasgow – und nun die Nationalmannschaft.

Ein Stück Dresden in der Nationalmannschaft

Für Dynamo Dresden besitzt Baurs Debüt eine besondere Bedeutung. Schließlich liegt seine Zeit an der Elbe noch gar nicht lange zurück. Gerade einmal anderthalb Jahre ist es her, dass er im schwarz-gelben Trikot um Punkte und den Aufstieg kämpfte.

Damals war Baur ein talentierter junger Spieler, der sich im Profifußball beweisen wollte. Heute ist er Nationalspieler.

Dresden war dabei eine wichtige Etappe auf diesem Weg. Die Zeit bei Dynamo fiel in eine Phase, in der Baur den Schritt vom Nachwuchsspieler zum gestandenen Profi machte. Die Spiele, Tore und Erfahrungen aus dieser Zeit gehören zu seiner Entwicklung und damit auch zu der Geschichte, die ihn schließlich bis zum DFB führte.

Dass ein ehemaliger Dynamo-Spieler nun als 1000. Nationalspieler in die Geschichte eingeht, verleiht der Verbindung zwischen Dresden und der Nationalmannschaft eine besondere Note.

Von der SGD zur historischen Zahl

Baurs Geschichte zeigt, wie schnell sich eine Karriere im Fußball entwickeln kann. Als Leihspieler kam er nach Dresden. Wenige Monate später feierte er mit Dynamo den Aufstieg. Danach folgten die nächsten Schritte in Paderborn und bei Celtic Glasgow.

Nun ist er Nationalspieler.

Sein Debüt gegen Serbien dauerte nur wenige Minuten. Seine Bedeutung für die deutsche Fußballgeschichte ist dennoch deutlich größer. Mika Baur ist der 1000. Spieler, der für die deutsche A-Nationalmannschaft auflief.

Und irgendwo zwischen Dresden, Paderborn und Glasgow begann dieser Weg.

Für Dynamo ist es deshalb eine besondere Randnotiz mit historischem Wert: Der 1000. Nationalspieler des DFB ist auch ein ehemaliger Dresdner Aufsteiger. Ein Spieler, der einst im Rudolf-Harbig-Stadion um den Sprung in die 2. Bundesliga kämpfte, hat nun den Sprung auf die größte Bühne des deutschen Fußballs geschafft.

Mika Baur ist Nationalspieler. Und ein kleines Stück Dresden ist mit ihm nach München gereist.