Mehr als 244 Millionen Euro für Pflegehilfe in Sachsen
In Sachsen sind immer mehr Pflegebedürftige auf zusätzliche staatliche Hilfe angewiesen - und die Kosten steigen. Das geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten André Wendt hervor. Demnach sind im Freistaat im Vorjahr die Ausgaben zur sogenannten Hilfe zur Pflege auf mehr als 244 Millionen Euro gestiegen. Im Jahr 2010 beliefen sich die Kosten den Angaben zufolge noch auf rund 55 Millionen Euro. «Die Kostenexplosion in der Pflege sorgt für eine finanzielle Überforderung der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Kommunen», so Wendt. Die sogenannte Hilfe zur Pflege der Sozialämter, wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können, gehört nach Einschätzung des Städte- und Gemeindebunds inzwischen zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen in Deutschland. Die Hilfe kann beantragt werden, wenn Einkommen und Vermögen zusammen mit Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, um Pflegebedarfe zu decken. Bundesweit sind die Ausgaben der Kommunen für die Hilfe zur Pflege von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 6 Milliarden Euro im Jahr 2025 und damit um 33 Prozent angestiegen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten