Das bundesweit erste Dokumentationszentrum zum Terror des rechtsextremen NSU geht ins zweite Jahr und nimmt weitere Zielgruppen und Themen in den Blick. Dabei werde der 15. Jahrestag der Selbstenttarnung der Terrorzelle im Herbst eine Rolle spielen, aber auch die sogenannten Baseballschläger-Jahre in den 1990ern, sagt Geschäftsführerin Nora Krzywinski der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ziel sei es, migrantischen Gruppen und Personen, die von rechtsextremer Gewalt und Rassismus betroffen sind, mit niedrigschwelligen Angeboten stärker Raum zu bieten.
Das Dokumentationszentrum war im Mai 2025 eröffnet worden und Teil des Chemnitzer Programms als Kulturhauptstadt Europas. Die Dauerausstellung erinnert an den rechtsextremen Terror - allen voran die zehn Mordopfer: Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kilic, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. Neben Aquarellporträts werden auch persönliche Gegenstände gezeigt: von Familienbildern und Postkarten über eine Gebetskette bis hin zur Dienstmütze und einer Taschenuhr als Erbstück.