Die Landwirtschaftsminister der ostdeutschen Länder warnen vor weitreichenden negativen Folgen der geplanten Kürzung von EU-Agrarmitteln ab dem Jahr 2028. Die Pläne zur Begrenzung und zur Verringerung von Mitteln für größere Betriebe schwächten vor allem Unternehmen mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und würden abgelehnt, teilten die Minister aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Rande der Agrarmesse Grüne Woche mit.
«Sie ignorieren Arbeitskräfteeinsatz, Wertschöpfung, regionale Verantwortung und Beschäftigungswirkung und führen insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern zu einer systematischen Benachteiligung derzeit leistungsfähiger Betriebe.» Die gemeinsame EU-Agrarpolitik müsse alle landwirtschaftlichen Betriebe gleich behandeln. Die ostdeutschen Landesbauernverbände nahmen an dem Treffen ebenfalls teil.