Ein Landtagsantrag der oppositionellen sächsischen Grünen zur Unterstützung kleiner Schlachtbetriebe hat unter anderem mit Hilfe der AfD eine Mehrheit bekommen - allerdings unbeabsichtigt, wie die Grünen versichern. Im Antrag beklagte die Ökopartei unter anderem, dass kleine Schlachtbetriebe durch die Gebühren für Fleischuntersuchungen im Vergleich zu Großbetrieben übermäßig belastet seien - gefordert wurde eine Gebührensenkung.
Die schwarz-rote Koalition in Sachsen, die keine eigene Mehrheit hat und mit Hilfe wechselnder Unterstützer regiert, stimmte am Mittwochabend gegen den Antrag der Grünen. Mit einer knappen Mehrheit von 55 zu 52 Stimmen ohne Enthaltungen wurde der Antrag angenommen. Auch dass die Linke anders als angekündigt gemeinsam mit CDU und SPD den Antrag ablehnte, änderte am Ergebnis der Abstimmung nichts.