Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stellt sich gegen Forderungen dreier Ost-Ministerpräsidenten der CDU nach einer Beibehaltung der umstrittenen früheren Rente ohne Abschläge. «Dass man Beschäftigte bewusst und auch noch staatlich unterstützt in Frühverrentungsprogramme schickt, ist keine gute Idee», sagte Reiche auf eine entsprechende Frage nach einem Unternehmensbesuch in Zielitz in Sachsen-Anhalt. «Wir brauchen insgesamt eine längere Lebensarbeitszeit, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.»
Die Rentenkommission der Regierung hatte unter anderem empfohlen, den abschlagsfreien Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte ab 45 Versicherungsjahren abzuschaffen, früher Rente mit 63, heute ab 64,5 Jahren. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) wollen die Vorschläge der Kommission noch in diesem Jahr ohne jegliche Abstriche in Gesetze gießen, wie sie angekündigt hatten.