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Bürgerpreis geht an vier Ehrenamtliche und zwei Vereine

Bürgerpreis geht an vier Ehrenamtliche und zwei Vereine
Der Sächsische Bürgerpreis wird seit 2011 verliehen. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Vom Imkerverein bis zum Kinder-Kunst-Zentrum: Der Sächsische Bürgerpreis würdigt herausragendes Engagement. Das sind die diesjährigen Preisträger.

Bildungsarbeit zu Europa und Bienen, Pflegeeltern, ein Kinder-Kunst-Zentrum, Engagement für den Globalen Süden: Vier Ehrenamtliche und zwei Vereine sind in der Dresdner Frauenkirche mit dem Sächsischen Bürgerpreis 2025 ausgezeichnet worden. Die Preise in fünf Kategorien sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und würdigen herausragendes bürgerschaftliches Engagement.

Preisträger aus 75 Nominierten ausgewählt

75 Projekte, Initiativen und Personen waren nominiert, wie die Staatskanzlei mitteilte. Eine Jury wählte daraus die diesjährigen Preisträger aus. In der Kategorie Demokratie fiel die Entscheidung für die Leipzigerin Annika Fleischer, die jungen Menschen europäische und demokratische Bildung vermittelt.

Die Pflegeeltern Cornelia und Horst Wöckel aus Chemnitz erhielten die Auszeichnung in der Kategorie Mensch. In den vergangenen 14 Jahren nahmen sie bereits über 100 Kinder vorübergehend bei sich auf, eines blieb bei der Familie. Der Verein Unikat wurde in der Kategorie Heimat für die Umwandlung der historischen Weberhäuser in Plauen in ein Kunst-Zentrum für Kinder und Jugendliche mit inzwischen zehn Werkstätten geehrt.

Der Preis in der Kategorie Umwelt ging ins Erzgebirge: Der Imkerverein Stollberg engagiert sich vielfältig für den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern, etwa mit der Schaffung eines Umweltbildungszentrums. In der Kategorie Welt wurde Hinz Kitsche aus Dresden für sein Engagement für den Globalen Süden ausgezeichnet. Er gründete 1972 den Arbeitskreis Entwicklungshilfe, der zahlreiche Projekte, vor allem in Afrika, unterstützt.

Engagement schafft Gemeinschaft

«Sachsen lebt von Menschen, die nicht lange fragen, was andere tun könnten, sondern selbst anpacken», sagte Justizministerin Constanze Geiert laut Mitteilung bei der Festrede. Die Preisträgerinnen und Preisträger stünden in ganz besonderer Weise für diese Anpack-Mentalität. «Es ist ihr Engagement, das Gemeinschaft schafft und Heimat spürbar macht.»

Ministerpräsident und Schirmherr Michael Kretschmer (CDU) lobte das breite ehrenamtliche Engagement in Sachsen. Rund ein Drittel der Menschen engagiere sich freiwillig. «Die ehrenamtliche Arbeit all dieser Bürgerinnen und Bürger ist so enorm wichtig dafür, dass unser Leben im Großen wie im Kleinen reicher wird», sagte er.

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