Seit Jahren streiten die Zeugen Jehovas mit dem deutschen Staat um ein umfangreiches Familienarchiv aus der NS-Zeit. Die mehr als 1.000 Dokumente erzählen von der von den Nationalsozialisten als Zeugen Jehovas verfolgten Familie Kusserow aus Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen. Das Archiv liegt derzeit im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden.
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe hat die Glaubensgemeinschaft Grund zur Hoffnung, dass ihre Klage auf Herausgabe des Archivs doch noch Erfolg haben könnte. Das höchste deutsche Zivilgericht hob ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln auf, dass die Klage abgewiesen hatte. Das Kölner Gericht muss nun erneut über die Sache verhandeln und entscheiden. (Az. V ZR 92/25)