Quebecs Tanzszene bringt Hip-Hop-Energie nach Leipzig
Das Leipziger Tanz- und Theaterfestival euro-scene nimmt in diesem Jahr die kanadische Provinz Quebec in den Fokus. Bei der 36. Auflage geben fünf Gastspiele einen Einblick in eine Tanzszene von außergewöhnlicher Vielfalt und internationaler Strahlkraft, wie die Veranstalter mitteilten. Das Programm umfasst vom 3. bis 8. November 36 Einzelveranstaltungen. In diesem Jahr werde die internationale künstlerische Entwicklung mit Einflüssen aus Hip-Hop-, Street- und Clubkulturen so sichtbar wie nie zuvor, sagte Festivalleiter Christian Watty. «Diese Energie, die Spielfreude, die Lust am Risiko und die enorme Präsenz der Tänzer:innen bringen eine mitreißende Dynamik auf die Bühne.» Zudem ziehen sich unterschiedliche Perspektiven auf das, was Heimat heute bedeuten kann, wie ein roter Faden durch das gesamte Programm des Festivals. In mehreren Arbeiten geht es darum, was geschieht, wenn Menschen den Ort verlassen, den sie Heimat nennen - freiwillig oder gezwungenermaßen. «Was bedeutet es, anderswo anzukommen, sich ein neues Leben aufzubauen und zwischen Erinnerung, Verlust und neuer Zugehörigkeit einen eigenen Platz zu finden?», sagte Watty. Und was passiere, wenn die Möglichkeit einer Rückkehr im Raum stehe - an einen Ort, der sich verändert habe und der einem bei der Rückkehr womöglich selbst fremd geworden sei? Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten