Komiker Otto Waalkes will mit seinen Bildern für mehr Humor in der Kunstwelt sorgen. «Ich habe immer das Gefühl, dass in den Galerien und Museen zu wenig geschmunzelt und noch weniger gelacht wird», sagte er in Dresden zur Eröffnung einer Ausstellung mit rund 150 seiner Werke. Zu den bekanntesten Motiven des Comedians gehört die Figur der Ottifanten. Diese findet sich auch in zahlreichen seiner Bilder, die teils bekannte Kunstwerke anderer berühmter Malerinnen und Maler parodieren.
Otto hat eine besondere Beziehung zu Tee
Unter anderem ist ein Pigmentdruck mit dem Titel «Das Ottifantenmädchen» zu sehen – angelehnt an das Gemälde «Das Schokoladenmädchen», das in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden hängt. Bei Ottos Werk steht auf dem Tablett allerdings eine Teekanne in Ottifantenform «mit tollem ostfriesischem Muster», wie der Künstler betont. Das Original habe Otto in Dresden gesehen. «Und das hat mich so inspiriert.» Auf Tee greift Otto auch öfter als Grundierung für seine Leinwände zurück, um dem Ganzen eine «altmeisterliche Patina» zu geben.
Waalkes, der vor allem für seine Arbeit als Komödiant, Musiker und Schauspieler bekannt ist, hat in den 1970er-Jahren Kunstpädagogik an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studiert. Schon als Kind habe er viel gezeichnet, meist auf Tapetenbüchern seines Vaters, der Malermeister war. Auch auf den Ottifanten kam er zeitig: «Der Ottifant ist das Resultat eines misslungenen Selbstporträts», berichtete Otto in Dresden. Als das nicht gelungen sei, habe er die Nase verlängert, die Augen glupschiger gezeichnet, den Körper dick und vier Beine darunter - fertig war der Ottifant. «Und der hat mich bis heute begleitet.»
Waalkes war auch in zahlreichen Produktionen zu sehen, unter anderem im Comedy-Hit «LOL - Last One Laughing» von Amazon Prime Video. Auch mit dem Rapper Ski Aggu stand er auf der Bühne. Ans Aufhören denkt Otto nicht: «Wieso aufhören? Ich habe doch gerade erst angefangen.»
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten