Inlandsflüge werden seltener, Tickets sind teuer, und aus Klimasicht steht die Kurzstrecke besonders in der Kritik. Trotzdem entsteht am Flughafen Leipzig/Halle ein Werk für ein neues Regionalflugzeug. Wie passt das zusammen - und was bedeutet das für die Region?
Der Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke sieht in kleineren, sparsameren Maschinen durchaus eine Zukunft. Moderne Regionalflugzeuge «könnten eine Renaissance des Verkehrs erreichen», sagt der Professor für Technologie und Logistik des Luftverkehrs an der Technischen Universität Dresden. Der klassische Kurzstreckenflug mit großen Jets sei für viele Airlines kaum noch rentabel. Zugleich hätten Bahn und Straße zuletzt an Zuverlässigkeit verloren. Die Suche nach schnellen Verbindungen zwischen kleineren Städten sei deshalb «so hoch wie lange nicht mehr».
Genau auf diese Lücke zielt die D328eco, die vom deutschen Flugzeughersteller Deutsche Aircraft entwickelt wird und künftig in Leipzig gebaut werden soll. Das Turbopropflugzeug - also ein propellergetriebenes Regionalflugzeug mit Turbinenantrieb - ist für rund 40 Passagiere ausgelegt und verbraucht auf kurzen Strecken deutlich weniger Treibstoff als größere Jets.